Angebliches Bekennerschreiben nach Anschlag auf Haus von Lufthansa-Manager

Unbekannt

Nach Darstellung der "Hamburger Morgenpost" sollen sich angeblich Gegner des G8-Gipfels in Heiligendamm zu einem Anschlag auf das Haus des Lufthansa-Technik-Chefs in der Nacht zu Freitag in Hamburg bekannt haben. Das Haus des Managers in Hamburg-Niendorf war offenbar von Unbekannten mit Steinen und mit Farbe gefüllten Gläsern beworfen worden. Dabei sollen mehrere Scheiben an der Rückseite des Hauses beschädigt worden sein. Ein dreiseitiges Bekennerschreiben soll am Sonntag in der Redaktion der Tageszeitung "Hamburger Morgenpost" eingegangen sein.

In dem Schreiben sei auf die Großrazzia am 9. Mai durch die Bundesanwaltschaft Bezug genommen worden, sagte ein Sprecher des Blattes. "Es ging um einen Angriff gegen die gesamte radikale Linke", stand den Angaben zufolge in dem Schreiben der unbekannten Autoren.

"Wir werden uns den Protest gegen G8 nicht verbieten lassen und auch nicht das Recht auf Widerstand gegen die weltweite Ausbeutung und Unterdrückung durch das kapitalistische System." Außerdem sollen die anonymen Autoren des Bekennerbriefes den Anschlag wie folgt begründet haben: Lufthansa-Technik "ist für unseren Anlass vor allem wegen ihres Engagements im Rüstungsbereich interessant geworden."