Russland testete neue Interkontinentalrakete RS-24

Atomstreitkräfte

Russland hat am 29. Mai "erfolgreich" seine neue ballistische Interkontinentalrakete RS-24 getestet. Die Rakete sei mit mehreren Sprengköpfen ausgerüstet, die unabhängig voneinander ins Ziel gesteuert werden können, teilte die Moskauer Nachrichtenagentur "Nowosti" mit. Der schwere Träger sei auf dem nordrussischen Kosmodrom Plessezk gestartet worden. Er soll die veralteten RS-18 (NATO-Code: SS-19 "Stilet") und RS-20 (NATO-Code: SS-18 "Satan") der strategischen Atomstreitkräfte ablösen.

Die RS-24 wurde der Agentur zufolge vom Moskauer Institut für Wärmetechnik (MIT) entwickelt. Sie solle angesichts der geplanten weltweiten Stationierung des US-amerikanischen Raketenabwehrschilds das Potenzial der russischen strategischen Atomstreitkräfte auf dem "erforderlichen Niveau" gewährleisten. Die neue Rakete werde parallel zu den silogestützten und mobilen "Topol-M"-Komplexen eingesetzt.