Siegburger Erwachsenen- und Jugendstrafvollzug werden getrennt

Nach Foltermord

Bis Herbst soll im Siegburger Gefängnis der Erwachsenen- strikt vom Jugendstrafvollzug getrennt werden. Dies kündigte Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) am Dienstag bei einem Besuch der Justizvollzugsanstalt (JVA) an. Die Trennung ist eine Konsequenz aus dem Foltermord an einem 20-jährigen Häftling im November vergangenen Jahres im Siegburger Gefängnis.

Voraussetzung für die räumliche Trennung ist den Angaben zufolge der Umbau der Abschiebehaftanstalt Büren. Dort werde ein leer stehendes Haus mit 150 Plätzen für den Strafvollzug von Ersatzfreiheitsstrafen und kurzen Freiheitsstrafen umgebaut. Die ersten Plätze in Büren würden im Juli belegt. Mit der Auslastung des Hafthauses in Büren werde bis September gerechnet.

Der 20-jährige Häftling war über Stunden gefoltert, missbraucht und dann zum Selbstmord gezwungen worden. Der Tat werden drei Mithäftlinge verdächtigt, gegen die die Bonner Staatsanwaltschaft im April Anklage erhoben hatte.

Erwachsene haben aber manchmal auch ein anderes Problem. Lesen Sie: AHDS Erwachsene