Heizungsindustrie freut sich auf Aufträge durch Klimaschutz

Energetische Sanierung von Gebäuden

Die deutsche Heizungsindustrie wittert aufgrund des Kimaschutz-Plans der Bundesregierung ein großes Geschäft für die Branche. So unterstützt der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) den von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellten Plan "voll-umfänglich". Der Minister setze den Schwerpunkt des Klimaschutz-Plans im Gebäudebereich und benenne CO2-Minderungspotenziale, die über die "anlagentechnische Modernisierung" erschließbar seien. Um das Reduktionsziel zu erreichen ist es nach Auffassung des Industrieverbandes notwendig, das Modernisierungstempo bei der energetischen Sanierung von Gebäuden zu verdoppeln. Die Heizungsindustrie würde aber gerne noch weiter gehen als der Minister: "Basierend auf einer Studie des BDH liegen die CO2-Einsparpotenzial im Gebäudebereich bei 60 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und damit höher als die von der Bundesregierung angestrebten 41 Millionen Tonnen."

Der Spitzenverband der deutschen Heizungsindustrie wirbt für eine Einsparung von Erdgas und Heizöl und eine entsprechende CO2-Minderung. Neben den positiven Auswirkungen auf das Klima würden gleichzeitig Eigentümer und Mieter durch sinkende Energiekosten entlastet.

Der Schlüssel zur Erschließung dieser Potenziale liegt nach Auffassung des Interessenverbandes in der "Modernisierung der alten Heizungsanlagen". Nur 10 Prozent der 17 Millionen installierten Anlagen entsprächen dem Stand der Technik. Der Verband plädiert für "moderne Wärmeerzeuger in Kombination mit erneuerbaren Energien". Solche Investitionsmaßnahmen könnten zusätzlich zum positiven Klimaeffekt Arbeitsplätze im Handwerk und in der Industrie schaffen.

Gemeinsam mit dem Minister hofft der Verband, "den Modernisierungsstau in Gebäuden" auflösen und damit "die hohen CO2-Minderungs- und Energieeinsparpotenziale" beschleunigt heben zu können. In "Gesprächen mit der Bundesregierung" wolle man sich für Steuerabschreibungen und Zuschüsse stark machen.