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"Niemand kann sich auf Dauer diese Gegenstimmung leisten"

Für G8-Gipfel ohne Demonstrationen

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) sieht künftige G8-Gipfel nur noch an menschenleeren Orten. "Wenn das so weiter geht, bleibt nichts anderes übrig, als diese Gipfel dorthin zu verlegen, wo keine Demonstrationen möglich sind", sagte Waigel am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. "Dann müssen wir also in Deutschland auf die Zugspitze gehen oder nach Hiddensee oder nach Helgoland." Er fügte hinzu: "Und das wird auch stattfinden. Denn niemand kann sich auf Dauer diese Gegenstimmung leisten, die ja irrational begründet ist und im Gipfel selbst eigentlich den Grund nicht finden kann."

Kurz vor Beginn des G8-Gipfels in Heiligendamm wächst einer Umfrage zufolge die Skepsis der Bundesbürger gegenüber der Globalisierung. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern"-Magazins sagten zwar 40 Prozent der Bevölkerung, dass die internationale Verflechtung der Volkswirtschaften und Märkte ihnen mehr Vor- als Nachteile bringe.

Für 34 Prozent überwiegen die Nachteile. Im Januar 2000 lag der Anteil der Skeptiker bei einer identischen "Stern"-Umfrage noch bei 19 Prozent.

Befragt wurden vom 23. und 24. Mai 1005 Bundesbürger.