Zwei Minenjagdboote laufen zum Libanon-Einsatz aus

7 Kriegsschiffe mit 870 Soldaten

Zwei Boote der Deutschen Marine nehmen am Freitag von Kiel aus Kurs in Richtung Libanon. Die beiden Minenjagdboote "Kulmbach" und "Ensdorf" sollen vor der Küste des Libanon den internationalen Marineeinsatzverband der "Maritime Task Force UNIFIL" verstärken, wie die Marine am Mittwoch mitteilte. Die Boote sollen im Mittelmeer die im Einsatz ausgefallenen Schnellboote "Gepard" und "Frettchen" ersetzen.

Am 20. September vergangenen Jahres hatte der Bundestag der deutschen Beteiligung an der UN-Mission UNIFIL mit großer Mehrheit zugestimmt. Seit Mitte Oktober 2006 läuft der Bundeswehreinsatz, der gegenwärtig sieben Schiffe mit rund 870 Soldaten umfasst. Aufgabe des unter deutscher Führung stehenden multinationalen Marineverbandes ist es offiziellen Angaben zufolge, Waffenschmuggel für die radikal-islamischen Hisbollah von See her zu unterbinden.

Seit Beginn der Überwachung der 225 Kilometer langen libanesischen Seegrenze durch den multinationalen Seeverband kam es nach Angaben des Verteidigungsministeriums zu keinem Waffenschmuggel. Ingesamt seien in den vergangenen acht Monaten von der UNIFIL-Task Force rund 5400 Schiffe in dem Seegebiet "abgefragt" worden, von denen 25 durch libanesische Behörden aufgrund eines Verdachts anschließend überprüft worden seien.