Uhl tritt wegen VW-Affäre aus der SPD aus

Vergnügungsreisen

Der in der VW-Affäre angeklagte ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl ist aus der SPD ausgetreten. Uhl habe seine Partei in einem Brief um Verzeihung gebeten und am Sonntag sein Parteibuch zurückgegeben, sagte eine Sprecherin der niedersächsischen SPD am Montag in Hannover. Uhl hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, über seine Verwicklung in die VW-Affäre um Vergnügungsreisen für Volkswagen-Betriebsräte gelogen zu haben.

Daraufhin hatte er sein Bundestagsmandat niedergelegt. Der Prozess gegen Uhl wegen Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen und wegen der Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen in fünf Fällen beginnt am 14. Juni vor dem Landgericht Wolfsburg.

Uhl gehörte von 1990 bis 2006 dem Betriebsrat des VW-Konzerns an. Der Autohersteller hatte ihn in der vergangenen Woche vom Dienst freigestellt.