Bremer Richter prangern Gehaltskürzungen an

Weihnachts- und Urlaubsgeld

Bremer Richter und Staatsanwälte wollen ihre kontinuierlichen Gehaltskürzungen nicht länger hinnehmen. 130 von ihnen reichten Anträge auf Nachzahlung des Weihnachtsgeldes für 2006 ein, teilte der Verein Bremischer Richter und Staatsanwälte am 15. Juni mit. Ziel sei es, in Musterverfahren zu klären, ob die Streichung der Sonderzahlung rechtmäßig sei. Seit Anfang der 1990er Jahre habe die Gehaltsentwicklung der Juristen weder mit der allgemeinen Einkommensentwicklung noch mit der Inflation Schritt gehalten. Vielmehr sei die Besoldung in den letzten Jahren sogar drastisch gekürzt worden.

Unter anderem fiel das Urlaubsgeld weg, das Weihnachtsgeld wurde seit 1993 zunächst stufenweise herabgesetzt und 2006 vollkommen gestrichen. Allein diese Kürzungen hätten zu Gehaltseinbußen von mehr als zehn Prozent geführt, kritisierte der Verein. Bremen bilde bundesweit das Schlusslicht bei der Besoldung seiner Richter und Staatsanwälte.