Bismarck will Präsenz im Bundestag erhöhen

"Rückenleiden"

Der als "faulster Politiker Deutschlands" in die Schlagzeilen geratene CDU-Bundestagsabgeordnete Carl-Eduard Graf von Bismarck will künftig mehr Präsenz im Bundestag zeigen. Der Abgeordnete werde "seine Tätigkeit im Bundestag und im Wahlkreis unter Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Probleme wieder in vollem Umfang wahrnehmen", teile Schleswig-Holsteins CDU-Landesgeschäftsführer Daniel Günther am Montag in Kiel mit. Zuvor hatte sich der Bundestagsabgeordnete in Molfsee bei Kiel mit Landeschef Peter Harry Carstensen zu einem Gespräch getroffen.

Bei der Unterredung sei es um die künftige Tätigkeit des 46 Jahre alten Ururenkels des früheren Kanzlers Otto von Bismarck im Bundestag gegangen. "Insbesondere zu seiner Tätigkeit im Wahlkreis hat Bismarck Anregungen von Carstensen aufgenommen."

Einen Rücktritt von seinem Bundestagsmandat lehnt Bismarck weiterhin ab. Der Christdemokrat ist Abgeordneter für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn Süd. Im wurde vorgeworfen, seine Tätigkeit in Berlin und sein Engagement im Wahlkreis vernachlässigt zu haben. Er selbst hatte seine politische Abstinenz mit einem Rückenleiden begründet.