Attac kritisiert Afrika-Programm der G8

"Aggressiver Akteur"

Der Sprecher der globalisierungskritischen Bewegung Attac, Sven Giegold, kritisiert das Afrika-Programm der G8. Die G8 sei immer schon ein aggressiver Akteur bei der Öffnung von Märkten gewesen und habe eigene Interessen verfolgt, sagte Giegold in der "Berliner Zeitung". Das sei auch jetzt so.

"G8 macht Druck, dass sich Afrika für jede Art von Investition öffnet. Damit sollen praktisch alle Firmen offen stehen für den Verkauf an transnationale Konzerne aus den Industriestaaten.

Denen soll damit geholfen werden, nicht Afrika", sagte Giegold. Das lenke davon ab, dass die G8-Staaten ihr Versprechen nicht eingehalten hätten, die Entwicklungshilfe bis 2010 um 50 Milliarden Dollar jährlich zu erhöhen.