G8 sollen Doha-Runde retten

Liberalerer Welthandel

Der Deutschland-Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC), Manfred Gentz, fordert von den G8-Staaten ein klares Bekenntnis zum weltweiten Abbau von Handelsbarrieren. "Das wichtigste Ziel der Gespräche der führenden Industrieländer sollte es sein, der Doha-Runde zum Durchbruch zu verhelfen", sagte Gentz dem "Tagesspiegel am Sonntag". Die multilateralen Gespräche für einen liberaleren Welthandel sind derzeit unterbrochen.

Der ICC-Präsident forderte: "Nicht nur die Schwellen- und Entwicklungsländer, auch die Industriestaaten müssen sich öffnen." Die Blockade gehe von beiden Seiten aus. "Aber die reichen Länder müssen bereit sein, ihre Türen aufzustoßen und Importschranken etwa für afrikanische Produkte zu beseitigen." Zölle müssten abgebaut und Subventionen, vor allem im Agrarbereich, auslaufen.

Gentz warnte, ein endgültiges Scheitern der Welthandelsrunde in Doha wäre ein schwerer Rückschlag für das globale Handelssystem und würde protektionistische Tendenzen befördern.