Bundeswehr will mehr Kooperationen mit Privatwirtschaft

"Versorgung mit Waffensystemen"

Die Bundeswehr will ihre Zusammenarbeit mit privaten Dienstleistern ausbauen. So soll die Fuhrpark-Kooperation mit der Deutschen Bahn auf Lkw ausgedehnt werden, wie der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Wolfram Kühn, am 6. Juni in Neubiberg bei München mitteilte. Es gehe zunächst um 1800 Lastwagen in diesem Jahr. Bislang umfasst das Projekt nur Autos und Busse.

Auch für den gesamten Bereich Logistik, der Materialbeschaffung, Lagerung, Transport und Reparaturen umfasst, will Kühn Partner aus der Privatwirtschaft "gewinnen". Die Kosten für die Bundeswehr sollen dadurch angeblich von 650 Millionen Euro im Jahr 2004 auf künftig 490 Millionen Euro gesenkt werden. Kühn rief Firmen auf, sich um entsprechende Kooperationsverträge zu bewerben.

Selbst in sensiblen Fragen wie der Versorgung mit Waffensystemen denkt der Chef des Bundeswehrteilbereichs Streitkräftebasis an die stärkere Einbindung privater Unternehmen. Die Munition werde ja schließlich auch von externen Firmen hergestellt. Er sehe keinen Grund, warum diese nicht ebenso die Lagerung übernehmen sollten.

Insgesamt sei bei den Streitkräften mehr "unternehmerisches Denken gefordert", sagte der Vizeadmiral. "Wir wollen eines der modernsten Logistikunternehmen werden."