EU-Kommission stellt Kartell-Verfahren gegen Vodafone und T-Mobile ein

Roaming-Gebühren

Die EU-Kommission hat die Einstellung der Kartellverfahren beschlossen, die sie gegenüber Vodafone UK, O2 UK, Vodafone Deutschland und T-Mobile Deutschland wegen der Roaming-Gebühren eingeleitet hatte, die bis 2003 anderen europäischen Mobilfunkbetreibern in Rechnung gestellt worden waren. Die Kommission hatte im Juli 2004 beziehungsweise Februar 2005 förmliche Kartellverfahren gegenüber diesen Betreibern eingeleitet. Sie hatte den Verdacht, dass die Roaming-Gebühren auf Großkundenebene, die zwischen 1997/8 und 2003 anderen europäischen Mobilfunkbetreibern berechnet worden waren, überhöht waren und gegen das Verbot des Missbrauchs einer beherrschenden Stellung verstießen.

Zur Regelung des Problems der hohen Roamingentgelte wurde am 27. Juni 2007 eine EU-Verordnung erlassen, die am 30. Juni 2007 in Kraft trat und für alle EU-Staaten und Mobiltelefonbetreiber gilt. Diese Verordnung geht laut EU-Kommission auf alle Aspekte ein, die auch in den vorgenannten Kartellverfahren zur Rede standen, und gebe "künftig klare Regeln vor".

Die Kommission habe vor diesem Hintergrund beschlossen, die Kartellverfahren einzustellen.