Greenpeace protestiert gegen BMW-"Klimaschweine"

3er-Reihe & X5-Geländewagen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in München gegen die nach ihrer Ansicht "klimaschädigende Modellpolitik" von BMW protestiert. Aktivisten bauten am 23. Juli vor der Zentrale des Autoherstellers einen Wagen der 3er-Reihe und einen X5-Geländewagen mit rosa Farbe, Schnauze und Ohren zu "Klimaschweinen" um. Der neue Anstrich der Leihwagen sei ess- und abwaschbar, sagte der Greenpeace-Verkehrsexperte Marc Specowius.

Bis zu sieben Meter hohe und neun Meter lange aufgeblasene Wolken am Heck der Autos sollten den Kohlendioxid-Ausstoß der BMWs symbolisieren. Auf einem Banner war zu lesen: "BMW produziert Klimaschweine". Daneben stand ein für Greenpeace umgebauter Kleinwagen mit einer kleineren Kohlendioxid-Wolke. Der Vergleich sollte Specowius zufolge zeigen, wie mit heutiger Technik der Spritverbrauch eines Serienfahrzeuges halbiert werden kann.

"Seit Jahren geben Autohersteller wie BMW Versprechungen zum Klimaschutz ab, die sie nicht halten", sagte Specowius. "Es sind vor allem die deutschen Unternehmen, die aus der Selbstverpflichtung der Autoindustrie zum Klimaschutz eine Luftblase machen." Der Kohlendioxid-Ausstoß der 2006 produzierten BMW liege im Schnitt bei 190 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer, dass entspreche rund acht Litern Benzin. "Der neue BMW X5 mit einem CO2-Ausstoß von bis zu 299 Gramm pro Kilometer ist ein richtiges Klimaschwein", sagte Specowius.

In den nächsten Tagen wollen die Umweltschützer auch noch bei Audi, Mercedes, Porsche und Volkswagen AG protestieren.