Behörden müssen Langzeitarbeitslosem höhere Heizkosten zahlen

"Hartz IV"

Der Staat muss einem Langzeitarbeitslosen höhere Heizkosten zahlen, falls er ihm eine größere Wohnung als vorgesehen zugesteht. Das entschied das Sozialgericht Düsseldorf in einem am Montag veröffentlichten Urteil.

Hintergrund ist, dass mit behördlicher Zustimmung ein allein lebender 62-jähriger "Hartz IV"-Empfänger in Krefeld in einer 55 Quadratmeter großen Wohnung blieb, obwohl ihm angeblich nur 45 Quadratmeter "zustehen". Für die höheren Heizkosten wollten die Ämter aber nicht aufkommen. Das sah das Gericht anders und entschied, dass dem Mann die höheren Heizkosten bezahlt werden müssen. (Az.: S 23 AS 119/06)