Deutschland unterstützt grenzübergreifendes Hochschulprojekt

Nahost

Mit deutscher Unterstützung wollen israelische, palästinensische und jordanische Universitäten ein grenzübergreifendes Hochschulprojekt in Gang bringen. Es soll zu einer Befriedung im Nahost-Konflikt beitragen. "Zwischenmenschliche Beziehungen sind stärker als jedes Vorurteil", sagte der frühere israelische Botschafter in Deutschland und Initiator des Vorhabens, Avi Primor, am Dienstag in Berlin. Die ersten Studenten könnten sich voraussichtlich im Oktober 2008 am "Zentrum für europäische Studien" einschreiben.

Die Einrichtung entsteht an den Standorten der israelischen Privatuniversität "Interdisciplinary Center Herzliya", der palästinensischen "Al-Quds-Universität" und jordanischen Hochschulen unter Schirmherrschaft des "Royal Institute for Inter-Faith-Studies". Bisher pflegten die Universitäten nur bilaterale Beziehungen. Die Bundesrepublik hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Deutsche Unternehmen wollen laut Primor vier Lehrstühle finanzieren. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler (SPD), sagte, die Bundesregierung werde den Studentenaustausch zwischen den Universitäten fördern, jedoch keine finanziellen Verpflichtungen übernehmen.

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltungen werden den Angaben zufolge das Recht sowie Wirtschaft und Politik der Europäischen Union stehen. Das Studium soll mit dem Mastertitel in Internationalen Beziehungen abgeschlossen werden können.