Beckstein kritisiert Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien

"Verbrecher"

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hält den für Anfang 2008 geplanten Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien für "eindeutig zu früh". Da die osteuropäischen Staaten jedoch einen "hohen politischen Druck" ausübten, müsse sich Deutschland darauf einstellen, sagte Beckstein am 30. Juli in München. Beckstein kritisierte, nach dem Ende der Kontrollen gebe es ein Ungleichgewicht zwischen "Verbrechern" und Polizei.

Während Kriminelle vollständige Mobilität im Schengen-Raum genössen, sei die Polizeiarbeit weitgehend auf den jeweiligen Nationalstaat beschränkt.

Neben Tschechien und Polen sollen weitere neue EU-Länder Ende Dezember dem Schengen-Abkommen beitreten. Dies bedeutet den Wegfall von systematischen Personenkontrollen an den Landesgrenzen zum 1. Januar sowie an den Flughäfen zum 1. April.