Erste Ausbilder im Prozess um Rekruten-Misshandlungen verurteilt

Simulierte Geiselnahmen

Im Prozess um die Misshandlungen von Bundeswehr-Rekruten in einer Coesfelder Kaserne sind am 27. August die ersten Urteile gesprochen worden. Das Landgericht Münster verurteilte einen 25-jährigen, ehemaligen Stabsunteroffizier wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Untergebenen zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung. Ein weiterer ehemaliger Stabsunteroffizier wurde wegen entwürdigender Behandlung von Untergebenen zu einer Geldstrafe von insgesamt 2400 Euro verurteilt.

Zwei weitere 28 und 29 Jahre alte frühere Bundeswehrausbilder wurden dagegen freigesprochen.

Der Prozess gegen die übrigen elf Angeklagten wird fortgesetzt. Den ehemaligen Bundeswehrausbildern wird zur Last gelegt, 2004 bei vier simulierten Geiselnahmen in der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne mehr als 160 Rekruten misshandelt und entwürdigend behandelt zu haben.