Kinderschutzbund besteht auf Erhöhung des Kinderzuschlags für Geringverdiener

Hartz IV

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert die Weigerung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), den Kinderzuschlag für Geringverdiener anzuheben. Es sei eine Illusion zu glauben, schon im kommenden Jahr rund 500.000 Kinder aus "Hartz IV" herauszuholen zu können, ohne zugleich die Zuschläge deutlich zu erhöhen, sagte Hilgers der Chemnitzer "Freien Presse". Die gegenwärtigen 140 Euro im Monat reichten bei weitem nicht aus. Hilgers forderte, die Zuschläge auf monatlich 175 Euro und ab dem dritten Kind auf 225 Euro heraufzusetzen.

Ansonsten würden die Familien trotz eines Vollzeitjobs weiterhin auf zusätzliches Arbeitslosengeld II angewiesen sein.

Sollte die Bundesregierung ihre Meinung nicht ändern, wäre vor allem der Osten betroffen. In Städten wie Görlitz, Hoyerswerda und Frankfurt (Oder) lebten bereits über die Hälfte der Kinder in Familien mit Sozialhilfeniveau.