Ekelfleisch ging offenbar an Imbissbuden in neun Bundesländern

Mehrere Tonnen umetikettiertes Fleisch

Der Fleischskandal um eine Firma aus dem schwäbischen Wertingen betrifft offenbar Verbraucher in neun Bundesländern. Der Berliner Döner-Hersteller, an den die Ekelfleisch-Lieferungen gegangen seien, habe Ware an Imbisse in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geliefert, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am 29. August in Berlin mit. Die betroffenen Länder seien informiert worden. Eine Gesundheitsschädigung schließt die Verwaltung aus.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien knapp 14 Tonnen umetikettiertes Fleisch aus Wertingen an den Döner-Produzenten geliefert worden, hieß es. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Der Ehemann der Geschäftsführerin der Firma hatte aber laut Staatsanwaltschaft angegeben, im Juli 20 Tonnen "nicht für den Verzehr" geeigneter Ware nach Berlin verkauft zu haben. "Ich wüsste nicht, warum er mehr angeben sollte, als er geliefert hat", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Memmingen.