Kühlhausunternehmer soll 333 Tonnen Ekelfleisch ausgeliefert haben

Anklage erhoben

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat ein weiteres Ekelfleisch-Verfahren von internationalem Ausmaß eingeleitet. Gegen den Ex-Chef des früheren Illertissener Kühlhausunternehmens Kollmer, Gerhard Kollmer, wurde Anklage erhoben, wie am 10. September bekanntgegeben wurde. Der Memminger Staatsanwalt Jürgen Brinkmann sagte: "Es handelt sich um 15 Fälle des Inverkehrbringens von untauglichem Fleisch, nicht geeigneten Lebensmitteln und Betrugs in besonders schwerem Fall." Insgesamt sollen laut Brinkmann 333 Tonnen an Abnehmer in Deutschland, Holland, Russland und Moldawien geliefert worden sein. Der Anwalt des Beschuldigten, Ingo Hoffmann aus Neu-Ulm, wies die Vorwürfe zurück.

"Herr Kollmer hat sich keiner strafbaren Handlungen schuldig gemacht und weist die Anklagevorwürfe als unrichtig zurück", so Hoffmann. Eine Sprecherin des Landgerichts Memmingen bestätigte zwischenzeitlich den Eingang der Anklage.