GmbH-Gründung soll erleichtert werden

10.000 Euro Stammkapital

Die Zahl der Firmen-Insolvenzen könnte künftig noch zunehmen. So sollen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) nach dem Willen der Bundesregierung künftig wesentlich leichter gegründet werden können. Über einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung debattierte am 20. September der Bundestag in Berlin in erster Lesung.

Danach sollen künftig bei der Gründung einer GmbH nur noch 10.000 Euro statt 25.000 Euro Stammkapital aufgebracht werden müssen. Zur Verringerung des Aufwands soll zudem ein Mustergesellschaftsvertrag für unkomplizierte Standardfälle als Anlage zum GmbH-Gesetz beigefügt werden, bei dessen Verwendung eine Beurkundung entfällt.

Zusammen mit den ebenfalls aufgenommenen Mustern für die Handelsregisteranmeldung soll die Eintragung der Gesellschaft in das entsprechende Register in diesen Fällen ohne rechtliche Beratung bewältigt werden können. Zudem soll die Rechtsform der GmbH besser gegen Missbrauch geschützt werden.

Der Parlamentarische Justiz-Staatssekretär Alfred Hartenbach (SPD) sagte in der Debatte, die seit 1892 bestehende Rechtsform sei seit langem am beliebtesten beim Mittelstand. Damit dies so bleibe, werde die Regelung nun verbessert.