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BDI fordert "Schonung von Betriebsvermögen" bei der Erbschaftsteuer

Weniger Steuern für Unternehmer gefordert

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) will, dass die Erben von Unternehmen weniger Steuern zahlen müssen als bisher. "Bei der Reform der Erbschaftsteuer droht Deutschland im internationalen Vergleich ins Abseits zu geraten", sagte BDI-Präsident Jürgen Thumann am 25. September. Abhilfe könne nur eine "weite Fassung von Verschonungsregelungen" im deutschen Erbschaftsteuerrecht schaffen.

Für international tätige Familienunternehmen sei "die Belastung" durch die Erbschaftsteuer in Deutschland ein wichtiger Standortfaktor, sagte Thumann. Seiner Darstellung zufolge sollen in fast allen Staaten mit räumlicher und wirtschaftlicher Nähe zu Deutschland Verschonungsregelungen speziell für Betriebsvermögen existieren. Teilweise würde gar keine Erbschaftsteuer erhoben.

Da die Öffentlichkeit vielfach wenig Verständnis für immer weitere Steuerentlastungen für Unternehmen hat, verweist der BDI auf die Arbeitsplätze: "Selbst in Schweden wird die Erbschaftsteuer nicht mehr erhoben. Die Unternehmen können daher viel leichter planen und investieren. Das dient auch dem Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen", so Thumann.

Bei einer Besteuerung in Deutschland komme es immer zur Belastung auf dem höchsten Niveau, weil die auf ausländisches Vermögen gezahlte Steuer hier nur angerechnet werde. Bei einem hohen deutschen Steuerniveau kämen deshalb mögliche ausländische Vergünstigungen für ausländisches Betriebsvermögen nicht zum Tragen.