Bundesapothekerkammer will Apotheken schärfer kontrollieren

Nicht zugelassene Krebsmittel

Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz, hat angesichts von Ermittlungen gegen rund 100 Apotheken verschärfte Kontrollen angekündigt. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Linz, künftig werde auch überprüft, welche Wirkstoffe in den Apotheken eingesetzt würden. Linz reagierte damit auf den Verdacht der Staatsanwaltschaft Mannheim, dass deutschlandweit nicht zugelassene Krebsmittel aus dem außereuropäischen Ausland auf den Markt gebracht wurden.

Sie betonte, bisher sei nicht bewiesen, dass Arzneimittel auch gefälscht worden seien. Diese Klarstellung ist nach ihrer Ansicht wichtig, um Patienten nicht zu verunsichern.

In Niedersachsen gebe es 91 Apotheken, die aus konzentrierten Wirkstoffen Infusionen zur Chemotherapie zubereiten dürfen. Davon stünden drei unter Verdacht, sagte Linz, die zugleich Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen ist. Sie kündigte an, dass Apothekern die Approbation entzogen werde, wenn sich der Vorwurf des Betrugs vor Gericht bestätige.