Barroso warnt vor Folgen missglückter Integration

Bildung & Sprache

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnt vor einer missglückten Integration von Zuwanderern in Europa. "Wenn die Integration nicht gelingt, können Extremisten die europäischen Demokratien untergraben", sagte Barroso am 16. Oktober in Berlin auf einem internationalen Symposium zum Thema "Integration durch Bildung im 21. Jahrhundert". Als besonders wichtige Aspekte für eine gelungene Eingliederung von Migranten nannte Barroso Bildung und Sprache.

Migranten seien eine soziale, ethische und wirtschaftliche Bereicherung für die EU-Staaten, betonte der EU-Kommissionspräsident. Auch seien die europäischen Arbeitsmärkte auf die Arbeitskraft von Einwanderern angewiesen. Dabei steige insbesondere der Bedarf nach hoch qualifizierten Arbeitern, fügte Barroso hinzu und kündigte für die kommende Woche Vorschläge der EU-Kommission zur effizienten Integration von Einwanderern in den Arbeitmarkt an.

Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hob die Bedeutung von Bildung und Sprache für die Eingliederung von Migranten hervor. "Wir müssen Talente entdecken und fördern", sagte Böhmer. Eine zentrale Rolle spiele dabei die frühe sprachliche Förderung und die intensive Betreuung in den Schulen.