Berufstätige Mütter geben Kindern angeblich mehr Zuwendung

Bessere Mütter

Das Studienergebnis passt zum derzeitigen politischen Mainstream: Berufstätige Frauen können einer aktuellen Studie zufolge die besseren Mütter sein. Frauen mit Job seien in der Lage, ihren Kindern mehr Zuwendung zu geben als Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgingen, berichtet die in Berlin erscheinende "tageszeitung". Das gehe aus der "WorldVision Kinderstudie" der Jugendforscher Sabine Andresen und Klaus Hurrelmann von der Universität Bielefeld hervor. Die Wissenschaftler verglichen offenbar arbeitslose mit berufstätigen Müttern.

Die Interviewer des Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest Sozialforschung fragten laut dem Vorabbericht 1600 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren, wie sie die Zuwendung ihrer Eltern beurteilen. Dabei gaben 13 Prozent an, dass keiner ihrer Elternteile genügend Zeit für sie finde. Ein Drittel der Kinder von Arbeitslosen fühlte sich vernachlässigt, bei Berufstätigen waren es 17 Prozent.

Einer der Forscher sagte der Zeitung, Kinder profitierten offenbar mehr von der "täglichen halben Stunde, die sie zuverlässig bekommen", als von einer unstrukturierten, dauernden Anwesenheit ihre Eltern. Erwerbstätigkeit und Zuwendung seien kein Widerspruch.