Mehr Privathaushalte trotz Bevölkerungsrückgang erwartet

Einpersonenhaushalte

Das Statistische Bundesamt vermutet, dass trotz der sinkenden Bevölkerungszahl die Zahl der Privathaushalte in Deutschland weiter anwachsen wird. Bis zum Jahr 2025 sei mit einem Anstieg der Privathaushalte von derzeit 39,5 auf 40,5 Millionen zu rechnen, teilte die Behörde am 5. Oktober in Wiesbaden mit. Dies entspreche einem Anstieg um drei Prozent. Die Ursache dieser vermuteten Entwicklung liege vor allem in dem Trend zu kleineren Haushalten.

Den Angaben zufolge könnte es im Jahr 2025 rund 16,7 Millionen Einpersonenhaushalte und 15 Millionen Zweipersonenhaushalte geben. Die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Personen werde dagegen von aktuell 11,1 Millionen weiter kontinuierlich auf 8,8 Millionen sinken, so die Prognose der Statistiker. Für diese Entwicklung sprächen sowohl demografische als auch soziale Faktoren.

Zu immer mehr kleineren Haushalten bei der jüngeren Bevölkerung würden insbesondere die niedrige Geburtenhäufigkeit, die Zunahmen der Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung sowie hohe berufliche Mobilität führen, teilten die Behörde mit. Auch Menschen über 60 Jahre würden in Zukunft häufiger in Ein- oder Zweipersonenhaushalten leben.