BDI kritisiert Merkels China-Politik

Empfang des Dalai Lama

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, für ein besseres Verhältnis zu China zu sorgen. "Nach den Verstimmungen der letzten Wochen benötigen wir einen konstruktiven Dialog", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, der "Financial Times Deutschland". Er vertraue darauf, dass die Bundesregierung an einer auf Partnerschaft und gegenseitigem Respekt ausgerichteten Chinapolitik festhalten werde.

Der Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels, Anton Börner, sagte dem Blatt, gegenüber China dürfe man nicht nervös werden, sondern müsse Entschlossenheit zeigen. "Es gibt keinen Grund für uns, einen Kotau vor China zu machen", sagte Börner. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu China seien langfristig ausgerichtet und stabil genug, um kurzfristige politische Verstimmungen auszuhalten.

Die chinesische Regierung hatte verärgert auf dem Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt reagiert, der als religiöser und weltlicher Führers der Tibeter gilt.