Behörden wollen Reaktion auf "schmutzige Bombe" üben

Radioaktives Material

Die nächste großangelegte Katastrophenschutzübung von Bund und Ländern soll sich mit dem möglichen Einsatz von sogenannten schmutzigen Bomben durch Terroristen befassen. Das berichtet die Fachzeitschrift "Homeland Security" (Dezemberausgabe) unter Verweis auf Äußerungen des Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger. Die alle zwei Jahre angesetzte Übung werde 2009 stattfinden. In diesem Jahr hatten sich Bund und Länder bei der "LÜKEX 07" mit den Auswirkungen einer weltweiten Grippepandemie beschäftigt.

Bei schmutzigen Bomben handelt es sich nicht um Nuklearwaffen, sondern um herkömmlichen Sprengstoff, der mit radioaktivem Material versetzt ist. Durch eine solche Detonation könnte ein begrenztes Gebiet verseucht werden. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte im September gesagt, es sei nur eine Frage der Zeit, wann es zu einem solchen Anschlag komme.