Bundesregierung startet Initiative gegen Schlankheitswahn

Verbot von Internet-Seiten

Die Bundesregierung will mit einer neuen Initiative gegen Essstörungen vorgehen. In der Kampagne "Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn" sollen sich Ministerien, Ärzte, Vereine und Modebranche gemeinsam für die Prävention von Magersucht und Bulimie einsetzen, sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Sie stellte die Aktion gemeinsam mit Familienministerin Ursula von der Leyen und Forschungsministerin Annette Schavan (beide CDU) am 13. Dezember in Berlin vor.

"Wir müssen die Vorbilder ändern", so Schmidt. Die Pläne sehen unter anderem vor, dass "Magermodels" künftig nicht mehr in der Werbung oder auf dem Laufsteg eingesetzt werden. Internetseiten, die Schlankheitswahn propagieren, sollen verboten werden.

Geplant ist zudem, in Schulen und Sportvereinen verstärkt über Essstörungen aufzuklären. Den Angaben zufolge leidet bereits jedes fünfte Kind zwischen 11 und 17 Jahren unter Symptomen einer Essstörung.