UNICEF soll angeblich noch mehr Spendengeld für Berater ausgegeben haben

22.300 Euro für Mitarbeitersuche?

Das deutsche Kinderhilfswerk UNICEF hat einem Pressebericht zufolge größere Summen an Spendengeld für externe Berater ausgegeben als bislang bekannt. Die "Frankfurter Rundschau" berichtete am Donnerstag, in internen Papieren aus dem Prüfungsverfahren bei UNICEF würden acht Beraterverträge und zehn Pauschalvereinbarungen über zum Teil hohe Summen aufgelistet. So habe UNICEF einem Personalberater 22.300 Euro gezahlt, um einen einzigen neuen Mitarbeiter zu finden. Die Hilfsorganisation wies die neuen Vorwürfe zurück. Bei den erwähnten "Beraterverträgen" handele es sich um "verschiedene normale Projekte und Dienstleistungen, wie sie zum Alltag vieler Organisationen gehören", teilte eine Sprecherin am 20. Dezember in Köln mit.

Darunter seien gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben wie Betriebsarzt, Datenschutzbeauftragter, Sicherheitsbeauftragter sowie anspruchsvolle und dringend notwendige Internet- und EDV-Projekte.

"Für eine professionell und verantwortlich arbeitende Organisation ist es selbstverständlich, dass nicht für alle Aufgaben festes Personal sinnvoll und wirtschaftlich ist", hieß es. Um die Kosten und das Risiko aufgrund schwankender Spendeneinnahmen niedrig zu halten, sei es sinnvoll, bei Bedarf externe Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Seit 2004 hat UNICEF laut der Zeitung an den Personalberater insgesamt 94.500 Euro gezahlt.