SPD lehnt drastische Erweiterung des Afghanistan-Mandats ab

"Zusätzliche Ausbildungsleistungen"

Die SPD lehnt eine drastische personelle Ausdehnung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr ab. Die Forderung nach 1000 zusätzlichen Soldaten sei "nirgendwo verankert" und bewege sich "weit außerhalb dessen, was für uns vorstellbar ist", erläuterte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck am Montag in Berlin einen Beschluss des Parteipräsidiums.

Maßstab der deutschen Beteiligung an der ISAF-Schutztruppe müsse die vom Bundestag genehmigte Größenordnung bleiben. Auch einer Ausweitung des Bundeswehreinsatzes über den Norden Afghanistans hinaus erteilte Beck eine Absage. Gegen "zusätzliche Ausbildungsleistungen" für das afghanische Militär und die Polizei werde sich die SPD aber "nicht sperren".