Erzbischof Zollitsch zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt

Katholische Kirche

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ist neuer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Der 69-Jährige wurde am 12. Februar im Kloster Himmelspforten bei Würzburg von seinen Bischofskollegen zum Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann gewählt. Dieser stand 21 Jahre an der Spitze der Bischofskonferenz, war aber aus Gesundheitsgründen zurückgetreten. Die Wahl von Zollitsch ist eine Überraschung, da im Vorfeld der Münchner Erzbischof Reinhard Marx als großer Favorit gegolten hatte.

Der 69-jährige Zollitsch bezeichnete es als "Ehre und Auszeichnung", Lehmann folgen zu dürfen. Er kündigte in seiner Amtsführung "Kontinuität" an. Zugleich zeigte er Respekt vor der Belastung: "Ich ahne erst, was an Aufgaben alles auf mich zu kommt." Gegenüber der evangelischen Kirche machte Zollitsch das Angebot einer engen Zusammenarbeit. Es gebe zwischen den Konfessionen mehr Verbindendes als Trennendes. Zollitsch wurde für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt.

Der ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat gehandelte neue Münchner Erzbischof Reinhard Marx geht zunächst leer aus. Der 54-jährige war erst vor eineinhalb Wochen in sein neues Amt an der Spitze des Erzbistums München und Freising gerückt.