Protest gegen gegen Ausbau eines EnBW-Kohlekraftwerks in Karlsruhe

Für erneuerbare Energien

Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood blockierten am 25. Februar die Zufahrt zum Kohlekraftwerk des Energiekonzerns EnBW am Standort Rheinhafen in Karlsruhe. Die Umweltschützer protestieren gegen das Vorhaben des Energiekonzerns, die Leistung seines dortigen Kohlekraftwerks auf mehr als das Doppelte auszubauen. Dieser Ausbau wäre Gift für das Klima und würde eine verfehlte Energiepolitik auf Jahrzehnte zementieren. Die Organisation fordert EnBW auf, die Pläne fallen zu lassen und die Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro in erneuerbare Energien und Gaskraftwerke mit Kraftwärmekoppelung zu stecken. An die Kunden von EnBW und der EnBW-Tochter Yello appelliert Robin Wood, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

Karlsruhe, 25.02.08

* Kohlestrom abschalten * ROBIN WOOD-Aktion gegen den Ausbau des EnBW-Kohlekraftwerks in Karlsruhe

Wird die Leistung des Kraftwerks durch den Ausbau - wie geplant - um 912 Megawatt gesteigert, würden fast fünf Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) zusätzlich in die Atmosphäre geblasen, so Robin Wood.

"EnBW will mit dem Ausbau des Kraftwerks in Karlsruhe den Klimawandel auf unverantwortliche Weise weiter anheizen. Dadurch bedroht der Konzern massiv die Lebensgrundlagen auf unserer Erde, nur um sich noch größere Gewinne in die Tasche zu schaufeln", meint Robin Wood-Aktivist Erik Mohr. Trotzdem habe eine Mehrheit aus CDU, SPD und Karlsruher Liste (KAL) im Stadtrat für den Ausbau der Kohleverstromung gestimmt.