Bundesverwaltungsgericht erlaubt Weiterbau der Autobahn 44

Naturschutzorganisation BUND klagte

Knapp sechs Jahre nach einem vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustopp darf die Autobahn 44 von Kassel in Richtung Eisenach jetzt doch weitergebaut werden. Am 12. März erklärte das Leipziger Gericht die überarbeitete Planung des Landes Hessen für rechtmäßig. Die Naturschutzorganisation BUND hatte beanstandet, dass die Trasse bei Hessisch Lichtenau nach wie vor durch ein Gebiet führen soll, das nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) geschützt ist

Das Bundesverwaltungsgericht ist der Ansicht, dass die Beeinträchtigung des Naturschutzes durch das öffentliche Interesse am Autobahnbau gerechtfertigt ist (Az.: 9 A 3.06).

Im Mai 2002 hatten die Leipziger Richter einer Klage des BUND gegen denselben gut zwei Kilometer langen Abschnitt der A 44 stattgegeben und das Land zur Neuplanung verurteilt.