Öffentliche Krankenhäuser laut DGB unzureichend finanziert

Verkauf an private Betreiber

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Finanzierung der öffentlichen Krankenhäuser in Deutschland als unzureichend kritisiert. "50.000 Stellen wurden in den letzten zehn Jahren allein beim Pflegepersonal gestrichen", kritsierte DGB-Chef Michael Sommer am Freitag in Berlin. Es sei ein Fehler, das Budget der Kliniken an den Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen zu orientieren und nicht an den tatsächlich erbrachten oder organisatorisch notwendigen Leistungen. So drohe eine Zwei-Klassen-Medizin.

Die Unterfinanzierung der öffentlichen Krankenhäuser führe weiterhin zu einem sprunghaften Anstieg des Verkaufs an private Betreiber. Auf diese Weise sei die Trägervielfalt gefährdet, warnte Sommer.