Tragen von Waffenimitaten in der Öffentlichkeit künftig verboten

Waffenrecht

Das Tragen täuschend echt aussehender Waffenimitate in der Öffentlichkeit wird verboten. Das sieht eine Verschärfung des Waffenrechts vor, die am 14. März im Bundesrat in Berlin die letzte parlamentarische Hürde nahm. Danach dürfen künftig auch sogenannte Einhandmesser sowie Messer mit einer feststehenden, mindestens zwölf Zentimeter langen Klinge nicht mehr mitgeführt werden. Ausnahmen gelten für das "Führen von Messern bei berechtigtem Interesse", also zur Sport- oder Berufsausübung, zur Brauchtumspflege oder zu einem allgemein anerkannten Zweck.

Müssen sogenannte Anscheinswaffen in Ausnahmefällen transportiert werden, ist dies nur in einem "verschlossenen Behältnis" zulässig. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit behandelt, die mit Geldstrafen bis zu 10.000 Euro geahndet werden können.

Unter Auflagen wird das Vererben von Schusswaffen gestellt. Bisher mussten Erben von Waffenbesitzern nicht die strengen Voraussetzungen für den Waffenbesitz erfüllen. Künftig sollen dem überarbeiteten Gesetzentwurf zufolge ererbte Waffen blockiert werden, wenn der neue Besitzer nicht selbst "berechtigter Besitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen ist".