Ex-Grünen-Politiker Metzger ist nicht überall in der CDU erwünscht

"Er will sich nur selbst darstellen"

Der angekündigte Parteieintritt des früheren, als neoliberal geltenden Grünen-Politikers Oswald Metzger in die CDU stößt offenbar auf starke Widerstände. Der Biberacher CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer rechnet damit, dass Metzger die Mitgliedschaft in der CDU verwehrt wird. "Ich gehe von einer Ablehnung seines Antrags im Kreisvorstand aus", sagte Romer der "Schwäbischen Zeitung". Metzger hat beim CDU-Kreisverband Biberach seine Mitgliedschaft beantragt. Er will dort zudem 2009 für den Bundestag kandidieren.

Bei einer Ablehnung des Antrags durch den Kreisvorstand müsste die Mitgliederversammlung entscheiden, sagte Romer. Auch dort sei eine Zustimmung aber nicht sicher. "Oswald Metzger war schon bei der SPD und bei den Grünen, er will sich nur selbst darstellen. Aufgrund seiner Vergangenheit ist er bei uns nicht willkommen", sagte der Abgeordnete, der bislang für den Wahlkreis Biberach im Bundestag sitzt.

Romer erklärte zwar bereits, im Jahr 2009 aus Altersgründen nicht erneut antreten zu wollen. Metzgers Aussichten hält er jedoch für gering, selbst wenn dieser in die Partei aufgenommen würde. "Es gibt schon Bewerber für die Nachfolge. Auch Oswald Metzger könnte sich bewerben - aber ich glaube nicht, dass er eine Chance hätte", sagte Romer.

Die Bundes-CDU begrüßte den Schritt Metzgers. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte: "Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, das sich zu unseren Werten bekennt.

Metzger saß von 1994 bis 2002 als Haushaltsexperte der Grünen im Bundestag. Zuletzt war er Mitglied des baden-württembergischen Landtags, legte sein Mandat aber im Februar 2008 im Zuge seines Parteiaustritts bei den Grünen nieder.