Zwei Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan schwer verletzt

Sprengfalle

Auf die Bundeswehr in Afghanistan ist offenbar erneut ein Anschlag verübt worden. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr explodierte in der Nacht zum 27. bei einer Patrouille sieben Kilometer westlich des deutschen Stützpunktes Kundus eine Sprengfalle. Dabei seien drei Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die Soldaten sind offenbar außer Lebensgefahr. Die beiden Schwerverletzen sollen am 28. März nach Deutschland zur weiteren medizinischen Betreuung gebracht werden. Über die Hintergründe des Anschlages ist laut Bundeswehr bislang nichts bekannt.

Der Anschlag ereignete sich den Angaben zufolge gegen 00.10 Uhr Ortszeit oder 20.40 Uhr deutscher Zeit. Die Explosion sei so heftig gewesen, dass das gegen Minen geschützte Fahrzeug vom Typ "Dingo" auf die Seite geschleudert wurde. Dabei hätten die Soldaten die Verletzungen erlitten.

In Kundus hatte es im Mai vergangenen Jahres einen der schwersten Terroranschläge gegen die Bundeswehr am Hindukusch gegeben. Dabei waren offiziellen Angaben zufolge bei einem Selbstmordanschlag auf dem Markt der Stadt drei deutsche Soldaten getötet worden, fünf weitere Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Im Oktober vergangenen Jahres waren bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi nahe Kundus drei deutsche Soldaten und ein afghanischer Übersetzer verletzt worden.