FDP Hessen für Transrapid zwischen Flughäfen Frankfurt und Hahn

"Ferienflieger"

Das Transrapid-Konsortium um Siemens, Hochtief, Bilfinger & Berger, Max Bögl und ThyssenKrupp kann sich auf die FDP verlassen. Nach dem Aus für das Münchner Transrapidprojekt setzte sich der hessische FDP-Landes- und Fraktionschef, Jörg-Uwe Hahn, für eine Transrapidstrecke zwischen den Flughäfen Frankfurt/Main und Frankfurt-Hahn ein. Die Regierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz sollten eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, forderte Hahn am 27. März in Wiesbaden. Beide Länder hätten sich 2002 vertraglich verpflichtet, die Möglichkeit eines Baus der in Deutschland dringend notwendigen Referenzstrecke für den Transrapid zwischen den beiden Flughäfen zu überprüfen.

Der Transrapid als schneller S-Bahn-Ersatz in und um München habe sich nicht rechnen können. Vollkommen anders müsse die Verbindung zwischen den beiden Flughäfen in Frankfurt und im Hunsrück beurteilt werden, meint Hahn. "Auch wenn eine Transrapidstrecke den jetzt dringenden und notwendigen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens nicht mehr überflüssig macht, so könnte für die weitere Planung ein Flughafensystem nur dann das engere Rhein-Main-Gebiet entlasten, wenn insbesondere die Ferienflieger möglichst vom Flughafen Hahn aus direkt abgefertigt werden können", so Hahn. Hierzu sei aber eine sehr schnelle Zugverbindung wie mit dem Transrapid notwendig.

Hahn geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass es nicht nur im gesamtwirtschaftlichen Interesse von Deutschland liege, eine Referenzstrecke für den Transrapid zu haben. Alle Gesellschafter der Fraport AG – wie auch der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH – hätten "sicherlich" ebenfalls ein Interesse an der schnellen Verbindung mit einer drastischen Erhöhung von Kapazitätsmöglichkeiten, vermutet der Politiker.