Wirtschaft fordert Änderungen an geplanter Erbschaftsteuerreform

VCI fordert Abschaffung der Erbschaftsteuer

Die Unternehmensgewinne sprudeln und die Wirtschaftsverbände wollen immer weniger Steuern bezahlen. So verlangt die Wirtschaft Änderungen an der geplanten Erbschaftsteuerreform. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, das gehe aus den schriftlichen Stellungnahmen zahlreicher Verbände für die Anhörung des Bundestagsfinanzausschusses hervor, die am 5. März stattfinden wird. Einzelne Organisationen wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) forderten sogar einen völligen Verzicht auf die Reform und die Abschaffung der Erbschaftsteuer. Bei den übrigen Verbänden stünden vor allem die sogenannten Verschonungsregeln für die Wirtschaft im Mittelpunkt der Kritik, schrieb das Blatt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Firmenerben 85 Prozent der Steuerschuld erlassen bekommen, wenn sie den Betrieb zehn Jahre fortführen, die Lohnsumme in dieser Zeit nicht unter 70 Prozent des Anfangswerts sinkt, und wenn sie 15 Jahre lang nicht mehr als den laufenden Gewinn aus dem Unternehmen entnehmen.

Die acht Spitzenverbände erklärten der Zeitung zufolge, die Fristen seien viel zu lang und müssten auf fünf Jahre reduziert werden. Darüber hinaus solle auch Verwaltungsvermögen begünstigt und eine "Doppelbelastung" mit Einkommen- und Erbschaftsteuer vermieden werden.