Zahl der Schwangerschaftsabbrüche weiter leicht rückläufig

117.000 Abtreibungen

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland geht weiter zurück. Im vergangenen Jahr wurden mit rund 117.000 Abtreibungen 2800 Fälle oder 2,4 Prozent weniger als 2006 gemeldet, wie das Statistische Bundesamt am 5. März in Wiesbaden mitteilte. Über 97 Prozent wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in weniger als drei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Fünf Prozent der Abtreibungen wurde den Angaben zufolge bei unter 18-Jährigen vorgenommen. Ihre Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2006 um 400 auf rund 6200 zurück. Knapp drei Viertel (72 Prozent) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 16 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Fast acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter.