DGB fordert Abkehr von Niedriglöhnen

Bundesweit 440 1.-Mai-Kundgebungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine Abkehr von Niedriglöhnen. Es müssten endlich mehr angemessen entlohnte Stellen geschaffen werden, mahnte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am 30. April anlässlich des Tags der Arbeit im Deutschlandfunk. Die Forderung steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Veranstaltungen der Gewerkschaften zum 1. Mai. Unter dem Motto "Gute Arbeit muss drin sein" finden nach Angaben des DGB bundesweit 440 Kundgebungen statt. "Die Gewinne explodieren, die Managergehälter auch. Gleichzeitig bleiben die Reallöhne auf der Strecke", kritisierte Buntenbach.

Der Niedriglohnsektor weite sich immer mehr aus. Auch die Job-Unsicherheit nehme zu. Viele der neu geschaffenen sozialversicherungspflichtigen Stellen entstünden in der Leiharbeitsbranche.

Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei zwar erfreulich, sagte die Gewerkschafterin. Dies sei jedoch eine Folge des allgemeinen Konjunkturaufschwunges und nicht der Arbeitsmarktreformen. Die Reformen hätten statt eine Besserung eine Spaltung auf dem Arbeitsmarkt verursacht.