AWO kritisiert staatliche Förderung für private Kindertagesstätten

"Vorteile für Besserverdienende"

Verbände kritisieren die Pläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur stärkeren Förderung privat-gewerblicher Kinderbetreuung. Die "Passauer Neuen Presse" berichtete, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) moniere in einer Stellungnahme für eine Anhörung im Bundesfamilienministerium, wenn die Förderung nicht mehr an die Gemeinnützigkeit gekoppelt werde, hätten insbesondere Besserverdienende Vorteile. Außerdem gehe dies zulasten einer guten flächendeckenden Kindertagesbetreuung. Ähnlich äußere sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Pläne zur stärkeren Förderung privater Kinderbetreuung sind Teil des sogenannten Kinderförderungsgesetzes, das einen Ausbau des Angebots bis zum Jahre 2013 vorsieht.