Bundesstiftung Umwelt übernimmt 46.000 Hektar Militärgelände

Besucherkonzepte

Der Bund überträgt 46.380 Hektar für den Naturschutz offenbar besonders wertvoller Flächen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ein Rahmenvertrag wurde von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am 13. Mai in der Wahner Heide bei Köln unterzeichnet. Die DBU will sicherstellen, dass die ehemals militärisch genutzten Liegenschaften langfristig geschützt werden.

Auf den weitgehend ungestörten Flächen hätten sich wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten erhalten und entwickeln können, sagte DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl. Auf attraktiven Flächen, von denen keine Gefahr durch die vorherige militärische Nutzung ausgehe, möchte die DBU die Menschen an die Natur heranführen. Geeignete Besucherkonzepte sollten Rückzugsräume für störungsempfindliche Arten und zugleich eine sanfte, naturnahe touristische Entwicklung ermöglichen.

In der Koalitionsvereinbarung von Union und SPD war festgelegt worden, dass bis zu 125.000 Hektar gesamtstaatlich repräsentativer Naturschutzflächen des Bundes unentgeltlich an Naturschutzträger übereignet werden. Dabei übernimmt die DBU die großen ehemaligen militärischen Liegenschaften.