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Bund zieht wegen Bienensterben acht Pflanzenschutzmittel aus dem Verkehr

Saatgutbehandlungsmittel von Bayer CropScience

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat als Konsequenz aus dem massenhaften Bienensterben am badischen Oberrhein insgesamt acht Pflanzenschutzmittel vorerst aus dem Verkehr gezogen. Betroffen sind unter anderem die Saatgutbehandlungsmittel "Chinook", "Elado", "Mesurol" und "Poncho" des deutschen Chemieriesen Bayer CropScience. Wie die Behörde am 16. Mai in Berlin mitteilte, wurde für die betroffenen Saatgutbehandlungsmittel mit sofortiger Wirkung "das Ruhen der Zulassung" angeordnet. Begründet wurde dieser Schritt mit neuen Risikobewertungen. Unvertretbare Auswirkungen auf Bienen seien nicht auszuschließen.

Das Ruhen der Zulassung sei aus Vorsorgegründen erfolgt, um weitere Bienenschäden und mögliche andere Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu vermeiden, bis die Zusammenhänge endgültig aufgeklärt sind, hieß es weiter. Mit der Anordnung ist sowohl eine Einfuhr als auch die Anwendung der Mittel deutschlandweit untersagt.

Am Oberrhein war es in den vergangenen Wochen während der Maisaussaat zu einem großen Bienensterben gekommen. Bei ersten Untersuchungen wurden in Bienenproben Rückstände des Insektizids Clothianidin nachgewiesen, das in mehreren Pflanzenschutzmitteln enthalten ist, darunter in dem Maisbeizmittel "Poncho Pro". Endgültige Ergebnisse zur Ursache des Bienensterbens werden erst in einigen Wochen erwartet.

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