Linke hat seit Bestehen 10.000 neue Mitglieder gewonnen

50-Milliarden-Investitionsprogramm

Die Linke sieht sich im ersten Jahr ihres Bestehens personell deutlich gestärkt und politisch gut aufgestellt. Einerseits habe die Partei in den vergangenen zwölf Monaten rund 10.000 neue Mitglieder gewonnen, andererseits hätten viele Themen der Linken die "politische Agenda" erreicht, sagte Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch am 19. Mai in Berlin. Die Linke war im Juni 2007 aus der Vereinigung von PDS und WASG hervorgegangen.

Am Wochenende will die Linke auf ihrem Parteitag in Cottbus ihre Führungsmannschaft neu wählen und einen Leitantrag zu den Herausforderungen der nächsten Jahre beschließen. Kern ist dabei ein 50 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm, mit dem eine Million Arbeitsplätze neu in Deutschland geschaffen werden sollen. Zur Gegenfinanzierung setzt die Linke auf Steueranhebungen, unter anderem durch die Wiederbelebung der Vermögenssteuer, eine erweiterte Erbschaftssteuer sowie die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Die Linke hat nach eigenen Angaben gegenwärtig rund 72.000 Mitglieder, die auf dem Parteitag von 562 Delegierten vertreten werden. Ihnen liegen bislang rund 100 Anträge vor. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens am 24./25. Mai steht die Neuwahl der Parteispitze. Gerechnet wird mit einer klaren Bestätigung der bisherigen Vorsitzenden Oskar Lafontaine und Lothar Bisky.