Regierung will Fehmarnbelt-Vertrag "baldmöglichst" unterzeichnen

Brücke über die Ostsee

Die Bundesregierung strebt nach eigenen Angaben "baldmöglichst" die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Dänemark über den Bau der Fehmarnbelt-Brücke an. Dies habe die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag geantwortet, teilte die Parlamentspressestelle am Montag (16. Juni) in Berlin mit. Die Verzögerung der Unterzeichnung des bereits für Ende 2007 avisierten Vertrages liege in einer "Reihe inhaltlicher und formaler Abstimmungen" begründet, heißt es.

So betrügen die Kosten für die von Deutschland zu leistende Hinterlandanbindung auf deutscher Seite nach derzeitigen Kalkulationen 90 Millionen Euro. Vorgesehen sei, dass sich das Land Schleswig-Holstein mit bis zu 60 Millionen Euro an dieser Anbindung beteilige. Das restliche Geld soll aus dem Haushalt des Verkehrsministeriums beigesteuert werden.

Bis zur geplanten Eröffnung der Brücke im Jahr 2018 soll laut Bundesregierung die Bundesstraße 207 zwischen Heiligenhafen-Ost und Puttgarden vierstreifig ausgebaut werden. Zudem soll die eingleisige Schienenstrecke elektrifiziert werden. Spätestens sieben Jahre nach Eröffnung der Brücke soll die Bahnstrecke zwischen Bad Schwartau und Puttgarden dann zweigleisig ausgebaut sein.