In Baden-Württemberg wird es laut Klimastudie immer wärmer

25 Prozent mehr in fünf Jahren

In Baden-Württemberg hat sich einer Studie zufolge der Klimawandel seit 2001 deutlich beschleunigt. Wie das Landesumweltministerium am Montag (23. Juni) in Stuttgart mitteilte, erhöhte sich die Temperatur im Land im relativ langen Zeitraum von 1931 bis 2000 im Jahresdurchschnitt um 0,8 Grad Celsius, während allein zwischen 2001 und 2005 der Anstieg bereits bei 1,0 Grad lag.

"Wir haben damit in nur fünf Jahren einen weiteren Anstieg um 25 Prozent", sagte Umweltministerin Tanja Gönner (CDU). Sie berief sich auf eine aktuelle Klimamonitoring-Studie ihres Ministeriums und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW).

Der Trend zunehmender Erwärmung hat sich den Angaben zufolge in den vergangenen beiden Jahren fortgesetzt. So habe in Baden-Württemberg im Jahr 2006 die Temperatur um rund 1,3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Auch 2007 sei es "überall im Land markant zu warm gewesen" - mit 0,3 Grad über dem langjährigen Mittel in Freiburg und sogar bis zu 1,7 Grad mehr in Stuttgart. Der Mai 2008 sei im Land sogar um 3,1 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Durchschnitt.

Die Auswirkungen des Klimawandels machten sich auch bei den Niederschlägen bemerkbar, berichtete LUBW-Präsidentin Margareta Barth. "Starkregenereignisse haben in den vergangenen 75 Jahren je nach Region um 5 bis 40 Prozent zugenommen." Damit steige die Hochwassergefahr gerade an kleineren Wasserläufen.