Sozialverband fordert Inflationsschutz für die Renten

Kaufkraftverluste

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) will weitere Kaufkraftverluste der Rentner mit einer Inflationsschutzklausel verhindern. "In den vergangenen Jahren war die Entwicklung der Renten durch einen nie da gewesenen Wertverfall geprägt", sagte Verbandspräsident Adolf Bauer am Montag (23. Juni) in Berlin. Drei Nullrunden und die gestiegenen Krankenversicherungsbeiträge haben Bauer zufolge zu einem Kaufkraftverlust von mindestens zehn Prozent in den vergangenen fünf Jahren geführt. Dieser Kürzungseffekt solle durch die Einführung eines Inflationsschutzes aufgehoben werden.

Die vorgeschlagene Klausel besagt, dass die Renten in Höhe der Inflationsrate angepasst werden, wenn die lohnorientierte Rentenanpassung unter der Inflationsrate des Vorjahres, die Bruttolohnentwicklung jedoch darüber liegt. Wenn auch die Bruttolohnentwicklung unter der Inflationsrate liegt, sollen die Renten nur in Höhe der Bruttolöhne angepasst werden.

Zudem fordert der Verband die dauerhafte Aussetzung des Riester-Faktors und die Abschaffung des Nachholfaktors.

Von 2004 bis 2006 waren die Renten nicht erhöht worden. 2007 wurden sie um 0,54 Prozent angehoben. Zum 1. Juli dieses Jahres sollen die Altersbezüge um 1,1 Prozent steigen. Auch diese geringfügige Rentenerhöhung gleiche den Kaufkraftverlust der Rentner "bei weitem nicht aus", so Bauer.